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Nasse Füße

Feuchtes Mauerwerk ist ein lösbares Problem

Text: Peter Gahr | Foto (Header): © HASIT

Feuchte im Mauerwerk ist ein häufiger Bauschaden, der eine gründliche Sanierung erfordert. Ein professionelles Vorgehen sichert einen dauerhaften Erfolg.

Feuchteschäden am Dach, undichte Anschlüsse sowie Risse im Mauerwerk lassen sich meist problemlos sanieren. Ganz anders sieht dies im Sockelbereich und an den Grundmauern aus. Diese Stellen sind schwer zugänglich, und eine Sanierung gestaltet sich hier schwieriger. Abgeplatzter Putz und Salzausblühungen sind das äußere Erscheinungsbild solch einer Durchfeuchtung. Besonders gefährdet sind mineralische Wandbaustoffe, da sie aufgrund ihres kapillaren Aufbaus Feuchte relativ leicht aufnehmen.

Im Normalfall stellt diese Bauwerksfeuchte jedoch nicht per se einen Bauschaden dar. Einem leichten Feuchteeintrag steht bei richtiger Konstruktion ein je nach Jahreszeiten unterschiedliches Verdunstungspotenzial gegenüber, das eine tolerierbare Mauerfeuchte gewährleistet. In alten Kartoffelkellern waren Mauerfeuchte und damit verbundene ganzjährig kühle Temperaturen sogar gewünscht. Das hat sich natürlich geändert: Heute werden Keller und Untergeschosse als Hobby- oder Wohnraum genutzt. Also wird abgedichtet und somit eine potenzielle Schadensstelle eingebaut. Versagt die Abdichtung, ist eine Sanierung meist unumgänglich.

 

Salz ist unerwünscht

Wasser an sich ist nicht gut für das Mauerwerk, zum wirklichen Problem wird es jedoch durch darin gelöste Salze. Neben dem Nitrateintrag durch die Landwirtschaft sind z. B. wasserlösliche Stoffe aus den Baustoffen selbst, dem Boden oder aus Industrieabgasen Quellen wasserlöslicher Salze. Hinzu kommen Streusalze im Winter. Die im Wasser gelösten Salze werden über kapillare Wasseraufnahme in das Mauerwerk transportiert. Die Feuchte kann über Verdunstung wieder aus dem Mauerwerk austreten, die Salze bleiben jedoch zurück. Durch ständiges Anfeuchten, Austrocknen und wieder Anfeuchten beginnt eine Auskristallisation, die mit einer steten Volumenvergrößerung einhergeht. Dies geschieht vorwiegend in den äußeren Putzschichten, und es ist nur eine Frage der Zeit, wann diese durch den zunehmenden Druck gesprengt und somit dauerhaft zerstört werden (Bild 1).

Salzausblühungen(1) Klassisches Schadensbild: Salzausblühungen und abgesprengter Putz (Bild: © HASIT)

 

Zuerst die Analyse

Über eine gründliche Voruntersuchung kann heutzutage sehr genau die Schadensursache präzisiert und hieraus ein wirtschaftlich und bauphysikalisch sinnvolles Sanierungskonzept erstellt werden. Da eine exakte Bestimmung der Salzbelastung wesentlich für eine erfolgreiche Sanierung ist, bieten Baustoffhersteller wie beispielsweise Hasit für „Standardfälle“ ein Salzanalyse-Set zur Mauerwerksdiagnostik an. Punktuell entnommene Proben können eingesandt werden. Nach deren Analyse durch den Anbieter schlägt dieser ein konkretes Sanierungskonzept vor. Bei allen professionellen Sanierungen ist es sinnvoll, auch begleitende Maßnahmen ins Auge zu fassen, die die Ursache der zu starken Durchfeuchtung beseitigen. Bedeutende flankierende Maßnahmen sind meist eine dauerhafte Abdichtung des Bauteils sowie das nachträgliche Einbringen einer Horizontalsperre, die den vertikalen Kapillartransport im Mauerwerk unterbindet.

Die Sanierung erfolgt stets nach derselben Strategie: Wenn möglich, ist das Mauerwerk trockenzulegen, ansonsten eine Feuchteverdunstung zu unterstützen und zugleich eine schadenfreie Salzeinlagerung zu ermöglichen.

 

Zugänglichkeit ist ein Glücksfall

Der Königsweg ist die Wiederherstellung einer funktionstüchtigen Abdichtung inklusive Perimeterdämmung der Außenwand bis über die Geländeoberkante. Zusätzlich wird ringsum eine Horizontalsperre eingebracht, die möglichst unterhalb der Bodenplatte greift (Bild 2). Falls erforderlich, wird im Zuge der Komplettsanierung zugleich eine neue Bodenplatte in WU-Beton eingebracht. Da das Mauerwerk meist eine hohe Feuchte aufweist bzw. die Salzbelastung sehr hoch ist, empfiehlt sich im Innenbereich das Aufbringen von Sanierputzen für eine schadenfreie Austrocknung.

Sanierputze zeichnen sich durch eine hohe Offenporigkeit aus, mit einem Volumenanteil der Luftporen bis ca. 50 %. Aus dem extrem hohen Anteil an Mikroporen resultiert u. a. eine hohe Diffusionsoffenheit, die eine schnelle Austrocknung des Mauerwerks unterstützt. Zugleich bieten die Mikroporen den gelösten Salzen genügend Raum zur Auskristallisation, ohne hierbei ihre Sprengwirkung entfalten zu können.

Die soeben beschriebene Sanierungsmaßnahme erfordert das Freilegen des Außenmauerwerks. Besonders in städtischen Bebauungen ist dies häufig nicht möglich. Dann kann nur von innen saniert werden. Das Unterbinden des seitlichen Feuchteeintrags ist nicht möglich, lediglich oberhalb der Geländekante kann das Mauerwerk durch eine nachträgliche Horizontalsperre trockengelegt werden. Das vom Erdreich berührte Mauerwerk bleibt dauerhaft feucht (Bild 3).

Horizontalsperre Außendämmung(2) Im Idealfall wird außen gedämmt und abgedichtet. Die Horizontalsperre greift unter die Bodenplatte ein. (Bild: © Hasit)

Horizontalsperre bei Innendämmung(3) Bei einer Innendämmung/-abdichtung wird ab Oberkante Gelände eine Horizontalsperre gesetzt. (Bild: © Hasit)

 

Das Mauerwerk kann auch feucht bleiben

Bleibt das Mauerwerk feucht, muss über eine vollflächige Innenabdichtung sichergestellt werden, dass keine Feuchte mehr nach innen gelangt. Hierzu bietet die Industrie als Sperrschicht Ausgleichsputze an, die wasserabweisend sind und zugleich eine tragfeste Oberfläche für die abschließende Putzschicht bilden. Wenn über einen guten Wärmedämmwert des Innenputzes zugleich sichergestellt wird, dass die Oberflächentemperatur des Putzes oberhalb des Taupunkts liegt, sind erneute Feuchteschäden in der Regel ausgeschlossen. Zugleich ermöglicht ein hoher Luftporenanteil im Putz eine hohe Feuchteadaption. Diese beiden Eigenschaften bieten die meisten Wärmedämmputze der namhaften Hersteller.

Bei drucklos eingebrachten Horizontalsperren ist eine vollständige Mauerwerkssperre aufgrund des Wirkprinzips nach ca. 2 Jahren zu erwarten. Deshalb empfiehlt es sich, oberhalb der neuen Horizontalsperre einen leistungsfähigen Sanierputz zu verwenden. Dies gilt besonders bei hoher Restfeuchte sowie Salzbelastung. Das erneute Ab sprengen des Putzes wird damit auf lange Sicht verhindert. All die beschriebenen Sanierungsmaßnahmen müssen aufeinander abgestimmt sein, dementsprechend bietet die Industrie für solche Sanierungen einfache Systemaufbauten an.

 

Die Qual der Wahl

Eine dauerhaft funktionierende, nachträglich eingebrachte Horizontalsperre ist eine Wissenschaft für sich. Übliche anerkannte Techniken sind heutzutage mechanische Verfahren und Injektionen. Blecheinschlag und Mauerwerkssäge bis hin zum Maueraustausch gehören den mechanischen Verfahren an. Die Alternative sind Injektionen, die drucklos, im Niederdruck oder Mehrstufenverfahren ausgeführt werden.

Allen Injektionsverfahren gemeinsam ist: Je mehr Wasser, desto schwieriger ist eine erfolgreiche Injektion. Unter diesem Aspekt erscheint die Calsol Opticreme von Hasit als eine besonders smarte Lösung, denn hier verhält es sich genau umgekehrt: Je höher der Feuchtegehalt, desto besser die Wirksamkeit. Ein Mindestwassergehalt in der Konstruktion wird sogar vorausgesetzt. Gleich einem trojanischen Pferd nutzt die pastös eingestellte, wasserlösliche Dichtungscreme den Schadensverursacher selbst, das Wasser, als Transportmedium. Die über Bohrlöcher eingebrachte Dichtungscreme verflüssigt sich bei Kontakt mit Wasser und verteilt sich so über den physikalisch vorgegebenen Diffusionsausgleich gleichmäßig im Mauerwerk. Über eine Polymerisation an den mineralischen Kapillaroberflächen erfolgt eine unlösliche Verbindung. Die Moleküle des Wirkstoffs der Dichtungscreme haften dadurch fest an der Kapillaroberfläche. Die Baustoffkapillaren werden dadurch nachträglich wasserabweisend, ein Kapillartransport von Feuchte somit unterbunden.

Für welche Ausführung der Horizontalsperre man sich letztendlich entscheidet ist eine Frage der Zugänglichkeit oder hängt von baulichen Auflagen, etwa dem Denkmalschutz, ab. Auch die Erfahrung und Qualifikation des ausführenden Unternehmens sollten beachtet werden. Gegenüber den mechanischen Verfahren gehen die Infusionsverfahren jedoch deutlich schonender mit der Bausubstanz um.

 

Weitere Informationen
HASIT Trockenmörtel GmbH,
Landshuter Straße 30, 85356 Freising
Tel.: +49 8161 6020
E-Mail: presse@hasit.de
Internet: http://www.hasit.de

Zur Person

Peter Gahr

arbeitete lange als Architekt und war über 20 Jahre verantwortlicher Technik-Redakteur in der Architekturzeitschrift „Baumeister“. Heute ist er als freiberuflicher Autor tätig und leitet eine Schreinerei für Designmöbel und Innenausbau.