Zweite bauschaden-Fachtagung ein voller Erfolg

Am 16. März veranstaltete der FORUM VERLAG, der die Zeitschrift „der bauschaden“ publiziert, die zweite bauschaden-Fachtagung. Es kamen rund 100 Teilnehmer in das Gesandtenhaus der Residenz Würzburg, um sich von den Referenten Tipps und Lösungen zum „Feuchteschutz von Holzdachkonstruktionen“ zu holen.

100 Teilnehmer besuchten die zweite bauschaden-Fachtagung, um sich über den Feuchteschutz von Holzdachkonstruktionen zu informieren
100 Teilnehmer besuchten die zweite bauschaden-Fachtagung, um sich über den Feuchteschutz von Holzdachkonstruktionen zu informieren. (Bild: © A. Josten / FORUM VERLAG HERKERT)

Den Teilnehmern bot sich ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Rund um die Themen Dachabdichtung, Leckortung sowie klimatischer Feuchteschutz von Holzdachkonstruktionen stellten die Referenten Schadensbilder vor und gaben Tipps zu deren Vermeidung. Ergänzend zu den fachlichen Vorträgen fand eine begleitende Ausstellung statt, auf der Unternehmen ihre Produkte präsentierten. Vertreten waren die Firmen ILD Deutschland, Wolfin Deutschland sowie das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI). Neben den Unternehmen stellte auch die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e. V. (WTA) aus. Somit konnten sich die Tagungsbesucher über Praxislösungen und Planungshilfen informieren und gleichzeitig in Fachgesprächen miteinander vernetzen.

Den Auftakt der Tagung übernahm Marc Ellinger. Der Leiter der WTA-Akademie gab zunächst einen Überblick über die Auswirkungen vor allem von kleinen Leckagen auf Holzdachkonstruktionen. Im Anschluss stellte Professor Peter Schmidt von der Universität Siegen vor, was die neuesten Normen, also die E DIN 18531 sowie die Flachdachrichtlinie, in Bezug auf die Dach- und Detailabdichtung fordern. Der dritte Vortrag, gehalten von Ullrich Kämmer von der Firma Protectsys, widmete sich verschiedenen Leckortungssystemen.

Nach den Vorträgen konnte das Gehörte mit den Referenten diskutiert werden
Nach den Vorträgen konnte das Gehörte mit den Referenten diskutiert werden. (Bild: © A. Josten / FORUM VERLAG HERKERT)

Am Nachmittag folgten noch einmal jeweils zwei Vorträge zur Dachabdichtung sowie zur Bauphysik im Dach. Jürgen Lech (Büro für DachTechnik, Essen) berichtete zunächst aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Dach-Sachverständiger. Er zeigte anhand von Schadensbildern, dass der „Abdichtungs-Teufel“ häufig im Detail steckt. Im Anschluss stellte Mathias Walter, Leiter des Kundenservice von WOLFIN Bautechnik, Schäden u. a. an unbelüfteten Konstruktionen in Holzbauweise oder Horizontalverzüge von Abdichtungsbahnen vor und gab Tipps zu deren Vermeidung.

Abgeschlossen wurde die Tagung von zwei Vorträgen zu den bauphysikalischen Hintergründen des Feuchteschutzes in Holzdächern. Den Auftakt übernahm Dr. Thomas Duzia. Der Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz ging auf die Merkmale verschiedener Dachaufbauten ein und erläuterte die Vor- und Nachteile der Konstruktionen. Nach diesem normenorientierten Überblick beschloss der Sachverständige für Bauphysik Dr. Wilfried Krah die Tagung mit einem praxisorientierten Vortrag. Er zeigte anschaulich anhand von Objekt- und Berechnungsbeispielen, welche bauphysikalischen Gesetze in Dachkonstruktionen wirken und wie diese zu Feuchteschäden führen.

In den Pausen besuchten viele Teilnehmer die Ausstellung und konnten sich vernetzen
In den Pausen besuchten viele Teilnehmer die Ausstellung und konnten sich vernetzen. (Bild: © A. Josten / FORUM VERLAG HERKERT)

Fragen während und in Diskussionen nach den Vorträgen, die angenehme Atmosphäre und vertiefende Gespräche in den Pausen zeigten, dass die Thematik auf große Resonanz und Begeisterung bei den Teilnehmern stieß. Nicht zuletzt hat das einmalige Ambiente des Gesandtenhauses der Würzburger Residenz zu einer rundum gelungenen Tagung beigetragen.