bauschaden-Fachtagung weiter ausgebaut

Am 17. November fand die zweite Ausgabe der bauschaden-Fachtagung 2016 „Feuchteschutz in der Altbausanierung“ in Wolfenbüttel statt. Es kamen rund 75 Teilnehmer, um sich über Sanierungslösungen, aktuelles Regelwerk und Entwicklungen im Baustoffbereich zu informieren und diese zu diskutieren.

Nach der erfolgreichen Erstveranstaltung im März 2016 in Würzburg wurde die bauschaden-Tagung am 17. November 2016 in Wolfenbüttel wiederholt. Wie bereits im März widmete sich die Tagung dem „Feuchteschutz in der Altbausanierung“. Insgesamt sechs Vorträge und eine Präsentation drehten sich rund um die Abdichtung erdberührter Bauteile und den klimatischen Feuchteschutz.

bauschaden Fachtagung November 2016
Referent Rainer Spirgatis stellte Praxiserfahrungen und Anwendungsgrenzen verschiedenster Abdichtungsstoffe vor.
(Bild: © S. Ritter / FORUM VERLAG HERKERT)

Den Auftakt der Tagung bildete Dr.-Ing. Detlef Honsinger, der als Obmann des Normenausschusses „Abdichtungen von erdberührten Bauteilen“ DIN 18533 den aktuellen Beratungsstand der Norm vorstellte. Ergänzend ging Referent Rainer Spirgatis in seinem Vortrag auf die Anwendungsgrenzen konventioneller Abdichtungsbaustoffe für den erdberührten Bereich ein und gab einen Einblick in die Praxiserfahrungen mit (den bisher ungeregelten) flexiblen polymermodifizierten Dickbeschichtungen. Schließlich stellte Dipl.-Ing. Georg Schäfer, Leiter der WTA-Arbeitsgruppe „Nachträglicher Einbau von Betoninnenwannen zur Abdichtung gegen drückendes Wasser“ verschiedene Ausführungsvarianten von Betoninnenwannen vor und zeigte anhand eines Beispiels deren konkrete Umsetzung.

Präsentation von Wärmebildkameras durch die Firma Testo
Praktisch Hand anlegen durften die Teilnehmer der Tagung bei einer Präsentation von Wärmebildkameras durch die Firma Testo.
(Bild: © S. Ritter / FORUM VERLAG HERKERT)

Der Nachmittag der Tagung stand ganz im Zeichen der Bauphysik. Nach einer Präsentation von Wärmebildkameras gaben Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Leiter der WTA-Akademie, sowie Dipl.-Phys. Ute Jaroch, Sachverständige für Wärme- und Feuchteschutz, praktische Tipps zur Vermeidung von Tauwasser in historischen Gebäuden – auch nach einer Sanierung. So schloss Frau Jaroch die Tagung mit einem Vortrag ab, in dem sie zeigte, wie Innendämmungen im Bereich von Wärmebrücken umgesetzt werden müssen, damit die Sanierung dauerhaft schadensfrei bleibt.

Zusammen mit der Fachausstellung und vor der historischen Kulisse der Kommisse Wolfenbüttel freuten sich die Teilnehmer über einen gelungenen Tag.